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12. August 1891

Der Gemeinderat beschließt die Anschaffung einer weiteren Feuerspritze für die Boyer Bauernschaft. Diese wird auf dem Hause Welheim untergebracht.

15. September 1891

Unter der Leitung des Bauunternehmers Ernst Bremer wird mit 49 Mitgliedern die freiwillige Feuerwehr Bottrop-Stadt (heute FF Bottrop-Altstadt) gegründet.

 

Zu diesem Zeitpunkt besaß die Gemeinde Bottrop folgende Gerätschaften für den Brandschutz:

2 Spritzen - Spritze I mit 1 Laterne, Spritze  II mit 2 Laternen
2 kleine Handspritzen
2 große Wasserkufen
11 Tragekufen mit Trägern
10 eiserne und 23 lederne Brandeimer
3 Zugketten
1 lange Steigerleiter zum Einhaken
4 lagen Brandleitern
1 kurze Leiter
2 Feuerhaken
1 Beil
20 komplette Schläuche
7 Saugschläuche
2 Gestelle zum Einspannen
2 Handlaternen
1 Wandlaterne

6. Oktober 1891

Die freiwillige Feuerwehr Bottrop-Stadt gibt sich ihre Satzung. Es heißt dort in der Einleitung:

"Zweck der Feuerwehr ist die Aneignung der notwendigen Fertigkeit in Handhabung, Bedienung und Anwendung der Löschgerätschaften, um nicht allein ausbrechenden Brandunglücke wirksam entgegentreten, sondern auch den dadurch betroffenen Mitbürgern nach Möglichkeit Schutz an Leben und Eigentum zu gewähren."

Der Vorstand setzte sich aus dem Chef Ernst Bremer, dem Stellvertreter Bernhard Jansen, dem Schriftführer und Kassierer Aloys Schlüter, dem I. Führer der Spritzenmannschaft Bernhard Bremer, dem II. Führer Bernhard Bergemann, dem I. Kufenmannschaftsführer Kranefeld bzw. Fritz Rintelen, dem II. A. Zgoda, dem Gerätewart Theodor Dickmann, dem I. Steigerführer Louis Scheulen, dem II. Steigerführer W. Schophaus und dem Führer der Ordnungsmannschaft Johann Jansen, der auch Vereinswirt war, zusammen.

11. Dezember 1894

Die Hauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr Bottrop-Stadt beschließt Amtmann Ohm zum Ehrenchef zu ernennen.

1896

Zum Gesamtpreis von 1.500 Mark wird ein Steigerturm für Übungszwecke auf dem Neumarkt (heute Berliner Platz) errichtet. Dort steht dieser bis 1919.


26. Oktober 1897

Aus gesundheitlichen Gründen legt der bisherige Chef Ernst Bremer sein Amt nieder. An seine Stelle trat Dachdeckermeister Louis Scheulen. Zum stellvertretenden Chef wurde W. Schophaus gewählt.

(Dachdeckermeister Louis Scheulen)

1898

Die Feuerwehr beschließt eine Musikkapelle einzurichten und beauftragt den Hornisten L. Albers hierzu. Ob diese Musikkapelle jemals ins Leben gerufen wurde, ist nicht überliefert. Auf den Feuerwehrfesten spielte in den nächsten Jahren die Tanzkapelle von Eugen Blumenthal, die Sterkrader Feuerwehrkapelle oder eine Militärkapelle.

1899

Zum Preise von 1.150 Mark wird liefert die Firma C. D. Magirus für die Feuerwehr Bottrop eine Ausziehleiter. Ferner wird von der genannten Firma ein Schlauch- und Hydrantenwagen für 220 Mark in Dienst gestellt.


 

Oktober 1900

In Ergänzung der Feuerlöschgeräte wird ein Rettungsapparat, genannt die Spille, von der Firma Heinrich Meyer in Hagen auf Kosten der Gemeinde beschafft. Die Kosten hierfür betrugen 110 Mk.

1901 (Bottrop)

Zum Preise von 1.200 Mk. wird seitens der Gemeinde ein Mannschafts- und Gerätewagen beschafft. Die Mitglliederzahl bewegt sich zwischen 42 und 52 Mann.


Sommer 1902

Die weniger widerstandsfähigen Hanfschläuche wurden durch Gummischläuche ersetzt.

1903

Es werden für die Feuerwehr neue Paraderöcke angefertigt.


12. September 1904

Die Freiwillige Feuerwehr Boy-Batenbrock wird gegründet. Zum Wehrleiter wurde Johann Keisel gewählt.

Die Gründungsversammlung hat die Anschaffung folgender Ausrüstung beschlossen;

1 Standrohr, 2 Leitern, 1 Wasserkufe, 100 m gummierte Schläuche, 10 Feuereimer, Anzüge für die Abteilungschefs und Stricke und Beile für 2 Personen.


(Bildaufnahme aus dem Jahr ca .1923)

 

11. Juni 1905

Neue Helme mit doppelter Schiene und dem Schilde F.F.B (Freiwillige Feuerwehr Bottrop) wurden beschafft.

1905 bis 1923

Insbesondere müssen die Tätigkeit der Gesamtwehr (Bottrop-Stadt und Boy-Batenbrock) bei der Hochwasserkatastrophe in den Jahren 1909 u. 1914 in der Welheimer Mark, die Hilfeleistung beim Hauseinsturz Brinkmann an der Essener Straße am 21.08.1908, die Überwachung der Bahnkörper beim Ausbruch des I. Weltkrieges, das vorbildliche Eingreifen bei den großen Waldbränden in den Jahren 1905, 1909, 1911 und 1914 und der Verschüttung an der Bogenstraße am 13.06.1923 hervorgehoben werden.

1908

Für die FF Boy-Batenbrock wird eine automatische Schiebeleiter angeschafft.

1909

Die FF Boy-Batenbrock erhielt zum 5. Geburtstag als Geschenk nahmhafter Bottroper Bergwerksgesellschaften sowie durch Zuwendungen des Herzogs Arenberg, des Grafen Wesselrode, des Grafen Wolf Metternich, mehrerer Versicherungsgesellschaften und anderer Gönner einen Mannschaftswagen, der von Pferden gezogen wurde. Die Pferde wurden im Alarmfall vom Mitglied Hermann Niermann gestellt. Im gleichen Jahr wurden noch Signalhörner angeschafft, um eine bessere Alarmierung sicherzustellen.

9. Mai 1909

Der bisherige Wehrführer der FF Boy-Batenbrock Johann Keisel verstarb. Zum Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertretet Franz Niermann.

1910

Nach langen Verhandlungen wurde auf dem Schulhof der Johannesschule ein Steigeturm mit Schlauchtrockeneinrichtung für die FF Boy-Batenbrock errichtet. Im gleichen Jahr wurde dem Löschzug II (Boy-Batenbrock) eine Ordnungsmannschaft angegliedert und die Standarte eingeweiht.

1911

Zum 20jährigen Stiftungsfest der FF Bottrop-Stadt wirid eine neue Fahne angeschafft. Für die Beschaffung der Fahne hatte die Gemeindevertretung 300 Mk. bewilligt.

1911

Nach dem Tode des Brandmeisters Louis Scheulen übernimmt Brandmeister Josef Berkenbusch bis 1934 die Leitung der FF Bottrop-Stadt.

 

(Josef Berkenbusch)

27. bis 30.03.1912

Der I. Brandmeister Berkenbusch und der I. Steigerführer Hoffmann nehmen an einen Führerkursus über das Feuerlöschwesen an der Feuerwehr-Fachschule in Bielefeld teil.

1916

Durch den I. Weltkrieg schrumpft die Mitgliederzahl der Feuerwehr Bottrop-Stadt auf 27 Mann.

24.06.1922

Unter der Leitung von Brandmeister Theodor Breuer werden in Bottrop die ersten 6 hauptberuflichen Feuerwehrleute eingestellt.

das Bild ist aus den 30er Jahren

(Das Foto wurde 1928 aufgenommen.)

Die Dienstzeit der Berufsfeuerwehrmänner wurde wie folgt geregelt:

Im Wachgebäude wurde 24-Stunden-Alarmdienst versehen. Während der Dienstzeit waren neben den Tätigkeiten im Einsatzdienst dienstliche Verrichtungen auf der Feuerwache durchzuführen. Der 24stündige Alarmdienst wechselte dann mit einem 24stündigen Bereitschaftsdienst in der Dienstwohnung ab. Am 6. Tag erhielen die Berufskräfte einen dienstfreien Tag, an dem sie sich frei bewegen konnten. Das entsprach einer wöchentlichen Arbeitszeit von 144 Stunden.

14.11.1922

Nach Stadtverordnetenbeschluss wird dem Brandmeister Josef Berkenbusch die Bezeichnung Branddirektor verliehen. Er erhält somit auch die Gesamtleitung der Feuerwehr Bottrop, bestehend aus der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Bottrop-Stadt und Boy-Batenbrock.

1923

Die neue Hauptfeuerwache an der Moltkestraße wird in Betrieb genommen, in der auch die Freiwillige Feuerwehr Bottrop-Stadt untergebracht ist. Auch 5 Dienstwohnungen für die Berufsfeuerwehrmänner waren vorhanden.

Das alte Spritzenhaus war bereits nach Errichtung des Rathauses von der Bildfläche verschwunden.


 

24. Oktober 1923

In der neuen Wache an der Moltkestraße sind 2 Autofahrzeuge untergebracht und in ständiger Alarmbereitschaft. Für den ersten Angriff stehen 1 Verbandskasten, 2 Rauchapparate, 1 Handwerkskasten und rund 800 lfd. Meter Druckschlauch zur Verfügung.

25. März 1924

Die am 25. März 1924 vom Oberbürgermeister herausgegebene Dienstanweisung gestattet nach Eingang der Feuermeldung ein sofortiges Ausrücken der Kraftfahrspritze mit der Berufsfeuerwehr und den etwa noch anwesenden Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr. Der Mannschaftswagen rückt aus, sobald genügend Mannschaft der freiw. Feuerwehr versammelt ist. Wann dieser ausrückt, wird von dem Branddirektor oder seinen Stellvertreter, dem I. oder II. Brandmeister angeordnet.

1924

Für die FF Boy-Batenbrock wird eine große Fahrzeughalle errichtet.

23. bis 25. August 1924

In Bottrop fand der 28. Vestische Feuerwehrverbandstag verbunden mit Verbandsfest statt. Gleichzeitig feierte die FF Bottrop-Stadt ihr 33. und die FF Boy-Batenbrock ihr 20. Gründungsfest. Anlässlich der Feierlichkeiten wurde eine gemeinsame Festschrift herausgegeben

(Anmerkung des AK Chronik: Die Original Festschrift ist im Feuerwehrarchiv einsehbar.)

26. August 1924

Damit die Feuerwehr von jeder Stelle der Stadt erreicht werden kann, und damit eine schnelle Übermittlungsmöglichkeit gegeben ist, wurde am 26. August 1924 eine Feuermeldeanlage von der Firma Siemens & Halske und zwar zunächst teilweise beschafft, wodurch der Wert der Feuerwehr bedeutend erhöht ist. Der weitere Ausbau der Meldeanlage mußte aus Finanzgründen vorläufig zurückgestellt werden. Er wird von Jahr zu Jahr fortgesetzt.

26. Februar 1925

Die FF Bottrop-Eigen wird als Löschzug III mit Heinrich Lordick als Löschzugführer und Karl Kaufhold als stellvertretenden Löschzugführer und 30 Mitgliedern ins Leben gerufen.

1927

Die Berufsfeuerwehr Bottrop erhält Atemschutzmasken zur persönlichen Ausrüstung.

12. September 1929

Die FF Bottrop-Boy feiert ihr 25-jähriges Jubiläum.

1929

Nach Einbau einer Übungsstrecke in die Schlauchwäsche der Hauptfeuerwehrwache konnten die Übungen mit den Rauchschutzgeräten dem Ernstfall besser angepasst werden. Die Zahl der Gasschutzgeräte wurde auf 4 erhöht.

Die Stärke der Berufsfeuerwehr beträgt 1 Brandmeister, 2 Oberfeuerwehrmänner und 6 Feuerwehrmänner. Die freiwillige Feuerwehr zählt 104 Mann einschl. der Führer.

Branddirektor Berkenbusch erhielt vom Preussischen Landesverband eine Auszeichnung.

Am 14. Oktober 1929 findet auf dem Hofe der Brauerei Jansen die Schlussübung der Feuerwehr Bottrop statt.

13. Oktober 1930

Auf dem Hof des Landwirts Haseke, Am Schlangenholt 82, wird die Schlussübung der Feuerwehr Bottrop abgehalten. 2 Mitglieder der Feuerwehr Bottrop erhielten das Preussische Erinnerungszeichen für Verdienste um das Feuerlöschwesen.

1931 (Bottrop)

Ein Anhängeschlauchwagen für rund 350 m Schlauch wurde in eigener Werkstatt angefertigt. Für besondere Verkehrsunfälle wurde eine Zugvorrichtung beschafft. Das Altersheim erhielt einen Handfeuerlöscher. Für die beiden Waisenhäuser wurden Feuerlöschordnungen erlassen. Für den Mannschaftswagen wurden 2 Kippwinden beschafft, um die Gummibereifung zu entlasten. Die Ausbildung der freiwilligen Feuerwehr, der Sanitätskolone und der Aufräumungstruppe der Luftschutzreviere, wurde von der Berufsfeuerwehr übernommen. Zu diesem Zweck wurde ein Projektionsapparat und Lehrmittel beschafft. Im Laufe des Winters wurden 6 Lichtbildervorträge gehalten und Anschauungsmaterial angefertigt. An Druckschläuchen standen Ende 1931 rund 1600 Meter zur Verfügung.

Die Feuerwehr Bottrop wurde 86 mal in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme wurde veranlasst durch 1 Großfeuer, 2 Mittelfeuer, 24 Kleinfeuer, 2 Schornsteinbrände, 5 blinde Alarme, 26 böswillige Alarme, 1 Verkehrsunfall, 10 Hilfeleistungen bei Hochwasser, 1 Gasausströmung, 1 Gasvergiftung, 4 Menschen in Notlage, 7 Tiere in Notlage, sonstige Anlässe 2.

Zu den vorgenannten Einsätzen rückte die Berufsfeuerwehr 79 mal und einzelne Beamte der BF 2 mal aus, die Berufs- und freiwillige Feuerwehr zusammen 5 mal aus. Die Meldungen erfolgten 50 mal durch öffentliche Feuermelder, 35 mal durch Fernsprecher und 1 mal mündlich auf der Feuerwache. Die Wehr rückte aus 58 mal in der Zeit von 6 bis 22 Uhr und 18 mal von 22 bis 6 Uhr.

Die Freiwillige Feuerwehr zählte 99 Mann einschl. der Führer. Die Löschzüge übten 12 mal. Ausserdem nahm der I. Löschzug (Bottrop-Stadt) an 5 Unterrichtsabenden teil. Theater und Zirkuswachen stellte die Freiwillige Feuerwehr 76. Einer Gruppe des I. Löschzuges wurde an 15 Abenden Sanitätsunterricht erteilt.

26. Oktober 1932

Auf dem Hofe des Pächters Hackfurt am Nordring fand die Schlussübung der Feuerwehr statt.

 

 

 

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